31.03.2008
Deutschlands Reallöhne ganz unten
Ver.di: Lohnschub jetzt!

Gerade einmal um 1,4 Prozent sind die Löhne seit dem Jahr 2000 hierzulande gestiegen – inflationsbereinigt. Damit liegt Deutschland ganz hinten. Selbst in den USA stiegen die Reallöhne in diesem Zeitraum um über zehn Prozent, in Frankreich um knapp zehn Prozent, in Großbritannien sogar um über 17 Prozent.

Im Durchschnitt aller 27 EU-Länder waren es 7,5 Prozent. Selbst in den 15 alten EU-Ländern stiegen die Löhne mit 6,4 Prozent über viermal stärker.

Dabei gibt es in Deutschland viel zu verteilen: Das Volkseinkommen stieg zwischen 2000 und 2007 um satte 20 Prozent oder 300 Milliarden Euro.

Aufgrund der geringen Lohnsteigerungen haben die Beschäftigten davon aber gerade einmal 80 Milliarden Euro abbekommen. Den weitaus größeren Teil – 220 Milliarden Euro – haben Unternehmer, Reiche und Vermögende einkassiert.
Von Verteilungsgerechtigkeit keine Spur.

Jetzt sind wir dran! In den Tarifrunden werden wir für kräftige Lohnabschlüsse streiten. Und auch streiken! Deutlich mehr Geld in der Tasche – das brauchen die Beschäftigten. Dann erhält auch der Konsum den notwendigen Schub und damit auch Wachstum und Arbeitsplätze!

Aus ver.di wipo v. März 2008