Mit dieser Kampagne schafft sie als zusätzliches gesellschaftliches Feindbild die „Rentnerfeindlichkeit“. Der gedankliche Schritt, Rentner seien weniger wert als Arbeitnehmer, das Aussortieren nach nützlich und wertlos ist die unterschwellige Botschaft von „BILD“. Die 68er-Generation hat so etwas „faschistoid“ genannt und schon vor 40 Jahren die Enteignung des Springer-Konzerns gefordert.
Dass BILD mit ihrer Propaganda die maßgeblichen Tatsachen verdreht und sich mit ihrer Schlagzeile zum politischen Sprachrohr des Arbeitgeberverbandes und der privaten Altersvorsorge-Lobby macht, hat Wolfgang Lieb in den Nachdenkseiten umfassend dargelegt. Aber nur die wenigsten der BILD-Leser werden vermutlich die Absicht ihres Leitmediums durchschauen und kaum begreifen, dass BILD gegen ihre Interessen agiert.
Es ist ist gespenstisch: Der Crash der Mittelstandsbank, mitverursacht vom SPD-Finanzminister Steinbrück, soll mit 8000 Mio Euro Steuermitteln – so auch der Wunsch und Wille des Raubtier-Managers Ackermann – gemildert werden, gleichzeitig jammert die gleiche Wirtschaftselite trotz explodierender Unternehmensgewinne, wenn den Rentnern eine lächerliche Rentenerhöhung von 1,1% zuerkannt werden soll.
Nach letzten Umfragen gibt es für die geplante Rentenerhöhung eine breite Mehrheit in der Bevölkerung, die Arbeitgeber verhalten sich aber so,


