| Hamburger Kunsthalle: Unscharf. Nach Gerhard Richter |
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Ein Programm ist auch die Gerhard Richter Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle im Hubertus-Wald-Forum. Es ist eine Gruppenausstellung. Ein ehemaliger Student von Richter in Düsseldorf hat einmal gesagt: „...es ist eigentlich unmöglich, unscharf zu malen.“ Das doch geht, den Beleg tritt Gerhard Richter und weitere Künstler an. Nun wird das erste Mal das weit verbreitete Phänomen der Unschärfe in einer Museumsausstellung aufgearbeitet.
Wie kein anderer Künstler hat der Maler Gerhard Richter in seiner Malerei Effekte wie die Unschärfe, das Verwischen und Verschleiern so benutzt. Konsequent setzt er die Unschärfe bei seiner Bildgestaltung ein, das auch in seinen figürlichen Darstellungen. Als Vorlagen benutzt Richter häufig dazu Motive aus den Printmedien die er durch seine Überarbeitung verfremdet. Bereits im 15. Jahrhundert fand die Verfremdung ihren Eingang in die Malerei. Auch Leonardo da Vinci verwendete sie.
Die Hamburger Ausstellung vertritt die These, dass sich bei Richter die Ästhetik der Unschärfe wie ein roter Faden durch sein bisheriges Schaffen zieht. Damit wurde Gerhard Richter zum Vorreiter einer Künstlergeneration.
Über 80 Arbeiten vermittelt die Ausstellung auch die Auseinandersetzung junger Künstler mit der Unschärfe. Das wird dem Besucher in unterschiedlichsten Medien von Malerei und Installation, Fotografie und Video gezeigt. In diesen Medien haben Künstler sich mit der Unschärfe beschäftigt und dazu Arbeiten geschaffen.
Die Ausstellung der Hamburger Kunsthalle präsentiert 110 Werke – Gemälde, Fotografien, Installationen und Filme von 23 bedeutenden Künstlern. Mit dabei auch ein Film von Gerhard Richter aus dem Jahr 1966 mit dem Titel „Volker Bradke“.
khw
Unscharf. Nach Gerhard Richter
Hamburger Kunsthalle – Hubertus-Wald-Forum
Glockengießerwall
20095 Hamburg
Dienstag – Sonntag 11-18 Uhr
Bis zum 22 Mai 2011
Der vorzügliche Katalog zur Ausstellung kostet im Museumsshop
incl. einer Audioguide-CD 29,00 EUR
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Der Katalog
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