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21.01.2012
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Lateinamerika: DIE KUNST DES POLITISCHEN MORDES
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In dreißig Jahren Bürgerkrieg in Guatemala, von 1966 bis 1996, kamen im Land zweihunderttausend Zivilisten ums Leben. Die Armee des Landes galt weltweit als die brutalste, korrupteste und kriminelste Armee. Anfang April 1998 wurde der Bericht über die Verbrechen während des Bürgerkriegs veröffentlicht. Der Bericht mit dem Titel „Guatemala: Nie wieder!“ war unter der Leitung des Befreiungstheologen und Menschenrechtlers Bischof Juan Gerardi entstanden. Dieser Bericht schlug wie eine Bombe ein, bedrohte er doch die Führungsrolle der Armee und des militärischen Geheimdienstes Guatemalas. Das war den Militärs im Lande zu viel. Am 26. April 1998 musste der fünfundsiebzigjährige Bischof Gerardi sterben.
Wie stets wenn ein Geheimdienst im Hintergrund beim Tod des Bischof mitwirkt, werden gezielt falsche Fährten gelegt, Lügen verbreitet und dabei Unschuldige verhaftet. Am Ende wird ein Hund verdächtigt, der den Bischof totgebissen haben sollte. |
Es waren junge Richter, vor allem die Richterin Flor de María Villatero, die sich trotz Morddrohungen bei der Suche nach den wahren Mördern nicht abschrecken ließen. Sie führten den Prozeß mit der Verhaftung von hochrangigen Militärs zu Ende. Heute leben die mutigen Richter unter Polizeischutz.
Francisco Goldman bekam vom Magazin „New Yorker“ den Auftrag über diesen Fall zu berichten. Er reiste ins Land schrieb nicht nur den Beitrag für den „New Yorker“, sondern benutzte das Material zu einem bewegenden Buch über Menschen, die bereit sind, für Bürgerrechte einzutreten.
khw
Francisco Goldman: DIE KUNST DES POLITISCHEN MORDES
Rowohlt Verlag Reinbek bei Hamburg 2011
510 Seiten – 24,95 EUR |
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