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07.09.2011
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Literatur: Paris - ein Fest fürs Leben
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Ernest Hemingway lebte in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, also kurz nach dem Ersten Weltkrieg, den er mit erlebt hat, für einige Jahre in Paris. In seiner Pariser Zeit arbeitet er noch als Reporter und begann erste Short-Stories zu schreiben. Frisch verliebt und sehr glücklich dabei beschreibt er die Stadt. Aber auch seine Situation, wie seine kleine Familie von der Hand in den Mund lebt, dabei aber nicht unglücklich ist. Das Paris in jenen Jahren beherbergt eine illustre Künstlerschar. Dazu gehören Hilaire Belloc, Ford Madox Ford, John dos Pasos, James Joyce, Ezra Pound, F. Scott Fitzgerald und Gertrude Stein. Mit allen seinen Kollegen pflegt er einen freundschaftlichen Kontakt.
In seinem Paris-Buch vermittelt er mit wenigen Worten das Lebensgefühl einer ganzen Künstlergeneration. An dem Künstlerleben der Weltstadt, wie Ernest Hemingway es knapp und treffend beschreibt, möchte man teilhaben. Nur das Paris von heute hat sich davon entfernt. Auch eine feine Heiterkeit zeichnet sein Buch aus.
Seit dem Ende der 20er Jahre lagerten Hemingways Koffer mit seinen Tagebüchern, zahlreiche seiner Beiträge, die er für den Toronto Star als Korrespondent geschrieben hatte, zur Aufbewahrung im Keller des Hôtel Ritz am Place Vendôme. Unbeschadet haben diese den 2. Weltkrieg mit der Besetzung Frankreichs durch Hitlers Armee und die Schnüffeleien der Gestapo überstanden. Bei seinem Besuch Paris 1956 mit seiner vierten Frau Mary, nahm der Nobelpreisträger sein Eigentum wieder im Besitz. Die „wiedergefundenen“ frühen Notizen wurden zum Material über seine ersten Pariser Jahre.
Hemingway führt seine Leser zu seinen Anfängen zurück. Es ist somit auch ein, wenn auch entferntes, Erinnerungsbuch. Aber das Paris, welches er schildert, das ist heute Geschichte.
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Ernest Hemingways Paris Buch wurde 1964 unter dem Titel „A Moveable Feast“ veröffentlicht. In diesem Jahr hat der Rowohlt Verlag eine wohlfeile Ausgabe herausgegeben. Im Nachwort zum Band heißt es: „Diese Buch bietet einer neuen Generation von Hemingway-Lesern (hoffentlich wird es nie eine verlorene Generation geben!) eine mehr auf Textreue und Vollständigkeit bedachte Fassung der Erinnerungen des Autors an seine prägenden Jahre als junger Schriftsteller in Paris, einer der bewegtesten Phasen seines Lebens.“
Auch heute steht Ernest Hemingways Name für den heldenhaften Kampf um die Spanische Republik 1936 – 1939, die er als Journalist und Schriftsteller begleitete. Sie wurde von Franco und der Hilfe Adolf Hitlers zu Grabe getragen.
khw
Ernest Hemingway – Paris, ein Fest für Leben
Rowohlt Verlag Reinbek bei Hamburg 2011,
316 Seiten mit sw-Fotos - 19,95 EUR
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