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03.09.2011
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Literatur aus Lateinamerika: Der Schatten dessen, was wir waren
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Der Rotpunktverlag in Zürich hat ein Faible für lateinamerikasche Autoren. Nun legt er Luis Sepúlvedas Krimi - die Originalausgabe erschien 2009 unter dem Titel „La sombra de lo que fuismos“ im Verlag Espasa Calpe in Madrid - vor. Dass der Band aus dem Spanischen übersetzt werden konnte sind der Schweizerischen Kulturstiftung Pro Helvetia und litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. zu danken. Für die etwas größere BRD wäre eine ähnliche Literaturgesellschaft angebracht.
Bereits mit seinem Vorwort weist der Autor auf seinen politischen Standpunkt hin. Sepúlvedas: „Für meine Gefährtinnen und Gefährten, die gestürzt und wieder aufgestanden sind, ihre Wunden versorgt und ihr Lachen bewahrt, sich ihren Frohsinn erhalten und weiter den Weg unter die Füße genommen haben.“
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Die Story: Fünfunddreißig Jahre nach dem Putsch Pinochets mit Hilfe der USA treffen sich die Freunde Cacho, Lolo und Lucho nach ihrem Exil in ihrer Heimat Chile. Heute dickbäuchig, kahl und graubärtig sind sie nur noch, wie sie es sagen ein „Schatten dessen, was wir waren“. Während sie auf den Vierten ihrer Runde warten, schwelgen sie an die Erinnerungen vor der Pinochet-Diktatur. Die Männer haben den Plan, die verschollene Beute eines Banküberfalls zu finden. 1925 überfiel eine Gruppe von Anarchisten eine Bank. Aber wo war das Geld des Banküberfalls? Diese Tat ist heute in die Geschichte des Landes eingegangen.
Luis Sepúvedas erzählt die Geschichte der Geldsuche sehr spannungsreich. Wohl geht es dabei um Verlierer, trotzdem gibt er ihnen doch eine positive Stimme, da sie versucht haben, etwas zu verändern.
khw
Luis Sepúlveda Der Schatten dessen was wir waren
Rotpunktverlag Zürich 2011, 160 Seiten – 18,00 EUR |
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