Die Reise des Elefanten hat sich tatsächlich so abgespielt. Eine wahre Geschichte die José Saramago vom indischen Elefanten Salomon und seines Mahut seinen Lesern erzählt. Beide reisen vom Tejo an die Donau reist. Für den portugiesischen Schriftsteller ist das eine spektakuläre Reise im 16.Jahrhundert, die einmal quer durch Europa.
Hintergrund zur Geschichte des Buches ist ein Aufenthalt von Saramago in Salzburg. Gemeinsam mit der portugiesischen Lektorin besucht er das Restaurant „Der Elefant“ in der Stadt. Dieser Besuch wie kleine Holzschnitzereien, die den Turm von Belém wie andere Bildchen, die die Reiseroute zeigen und seine Nachfrage, waren der Ausgang des Buches. Das Geschehen ereignete sich 1551. Im Dezember 1553 stirbt der Elefant plötzlich an einem Wintertag. Die Zeit der Blutanalysen ist noch nicht angebrochen, somit ist unbekannt, woran der indische Dickhäuter verstarb. José Saramago erzählt die Geschichte mit großer philosophischer Anteilnahme und Leidenschaft.
José Saramagos Das Tagebuch ist seine politische Auseinandersetzung mit den Themen von heute. Für Umberto Eco, der das Vorwort verfaßte, ist der Autor „ein unverbesserlicher und zugleich liebevoller Wüterich“. Dabei nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund, schreibt von der Leber weg und kommentiert so die ihn umgebende Wirklichkeit. Ist parteilich, bleibt der PCP, Partido Comunista Português, bis zu seinem Tod treu.
Saramagos Tagebuch ist erlebte Zeitgeschichte die er seinen Lesern in kurzen Aufsätzen ohne Schnörkel mitteilt. Auch an den Elefanten Salomon erinnert Saramago der nach Belém zurückkehrt am 3.Dezember 2008. Gemeint ist seine literarischen Figur als dieser von hier aus, Belém, die beschwerliche Reise antrat. Genannt werden müssen die Orte Castelo Rodrigo, Valladollid, Rosas, Genua, Padua und dann die beschwerliche Alpenüberquerung mit dem Ziel Wien.
2011 erscheint dann José Saramagos letzter Roman „Kain“ im Verlag Hoffmann und Campe.
khw
Die Reise des Elefanten
Hoffmann und Campe, Hamburg 2010 - 240 Seiten – 19,95 EUR
Das Tagebuch
Hoffmann und Campe, Hamburg 2010 – 204 Seiten – 16,00 EUR
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