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26.11.2009
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Literatur: Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café
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Der Leipziger Verlag Faber & Faber ist für seine bibliophilen Ausgaben die erste Adresse hierzulande. In diesem Jahr legte der Verlag Uwe Tellkamps ersten Roman in neuer Auflage vor. Der Autor wurde 2008 für seinen Roman » Der Turm « mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.
Mit poetischen Bildern teilt sich Uwe Tellkamp in seiner Beschreibung von Elbflorenz seinen Lesern mit. Der Schriftsteller ist der Sohn eines Arztes. Nach dem Abitur verpflichtete er sich zum dreijährigen Wehrdienst in der NVA. Später bezeichnete er seine Aufgabe bei der NVA als Panzerkommandant. Mit dieser Verpflichtung sicherte er sein späteres Medizinstudium in Leipzig ab. Bereits vor dem Oktober 1989 war Tellkamp wegen einer politischen „Diversantentätigkeit“, er hatte Texte BRD-Autoren und Biermann bei sich, geworden. Trotzdem wurde Tellkamp nicht degradiert, blieb bis zum Oktober 1989 Unteroffizier der NVA.
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Er weigerte sich am 5. Oktober den Einsatzbefehl gegen die beginnende Anarchie im Lande, Dresden, auszuführen gegen die Oppositionsgruppe „20“. Dafür kam er zwei Wochen in den Bau und wurde danach von der NVA beurlaubt. Für den Rest des Jahres 1989 wurde Tellkamp Arbeitsmann an einem Braunkohleförderbagger und in einem Lichtmaschinenwerk Hilfsarbeiter. 1990 wurde er Hilfspfleger auf einer Intensivstation in einem Krankenhaus in Dresden.
Nach dem Beitritt der DDR zur BRD begann Uwe Tellkamp in Leipzig, New York und Dresden das Medizinstudium. Nach seinem akademischen Abschluß arbeitete er als Arzt an einer unfallchirurgischen Klinik in München, gab aber den Beruf zugunsten seiner literarischen Karriere auf. Einem Interview zufolge hat Uwe Tellkamp am 16. Oktober 1985 um 15:30 Uhr seine Berufung zum Schriftsteller entdeckt: Das war der Tag, wo er in dem elterlichen Garten die Schönheit roter Rosen entdeckte. Er verspürte den Wunsch, das Bild in Versen auszudrucken. In nur einer Stunde formulierte er einen Prosatext. Erste, satirische Texte erschienen ab 1987 in bereits im DDR Magazin „Eulenspiegel“. Nach seiner Odyssee durch Westdeutschland lebt er heute wieder abseits der Stadt Dresden auf der linken Elbseite im Weißen Hirsch.
Mit einem Auszug aus seinem Roman „Der Schlaf in den Uhren“ gewann er im Juni 2004 in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die Folgen sind das die Abiturienten in Niedersachsen, das seit 2008, sich mit einem Buchauszug im Fach |
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Deutsch befassen. So hat Uwe Tellkamp heute bereits den Rang eines Autoren für die Schulpflichtlektüre.
In seinem ersten Roman „Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café“ geht es dem Autor nicht nur um die Atmosphäre eines Dresdner Viertels, vielmehr um die Lebenswege von Individualisten, das noch zu DDR-Zeiten. Worüber er schreibt, muß der Autor selber in Dresden einmal erlebt und gefunden haben.
khw
Uwe Tellkamp: Der Hecht, die Träume und das portugiesische Café
Verlag Faber & Faber, Leipzig 2009
160 Seiten – 18,00 EUR
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