Aufgespießt

Eine Unendliche Geschichte vom scheibchenweise oder kompletten Aussitzen
Sie haben es erfolgreich vorgemacht: Strauß und Onkel Alois, seine Starfighter-Beschaffung und die Spiegel-Affaire, die Müncher CSU-Amigos, die hessischen Koch-Bembels, die Bonner Bimbes-Spenden, Kohls dickes Ehrenwort, Raus Kumpelumgang und Guttenbergs Zitatenschatz. Die Unterschiede liegen nur im Vorgehen des Aussitzens:
Ganz und komplett (Kohl & Co) oder scheibchenweise, Stück für Stück, wie bei Guttenberg und Wulff.

Seit einigen Wochen geht es in allen Medien, elektronisch und auf Papier:
Wulff hin, Wulff her. Jetzt reichts!
Nicht einmal zu einer Schallplatte wie bei seinem redegewandten Vorgänger Lübke hat er es gebracht. Er brachte es "nur" bei Spiegel-Online in die Satire-Spalte.

Ein Vorschlag zur Güte:
Neuer Bundespräsident muss her
Wählen wir doch einen Neuen. Einen für die Parallelgesellschaft. Einen für den anständigen, normalen Bürger, einen mit Rückgrat. Die Villa Hammerschmidt in Bonn existiert ja noch.

Soll Wulff doch in Berlin bleiben, im Schloss Bellevue, für Merkel, die Oberen Tausend und für die Salamitaktiker weiterrepräsentieren.  

Berlin-Wahl Nachlese
19. August 2011: Vor der letzten Bundes-tagswahl hatte ich schon bei Mister 18% (Westerwelle) gesagt ´zwischen der 1 und der 8 fehlt ein Komma´.

Nach diesem Wahlsonntag kann ich nur schwer meine Schadenfreude verbergen.

Berlin hats vollbracht. Die Piraten haben den etablierten Parteien Stimmen ab- genommen und die FDP dahin geschickt, wo sie hingehört: ins Nichts. Denn die unhaltbaren Versprechungen der FDP waren doch nur für eine Minderheit.

Dass die Rechten wie immer unter 5% geblieben sind, ist ein weiterer Punkt zur Freude.

Die derzeitige Bundesregierung darf sich jetzt die Wunden lecken und grübeln, wie lange das noch so weitergehen soll. Die regieren doch nur noch für sich selbst und haben vergessen, dass sie Vertreter des Volkes sind.