Nach 30 Jahren Krieg in Afghanistan und den aktuellen Problemen muss man hinzufügen, dass Krieg in jeglicher Form seine Spuren hinterlassen hat.
In jedem Jahr, welches wir im Ausland verbracht haben, erhofften wir den Tag, an dem wir in Frieden in unsere Heimat zurückkehren können.
Nach dem Sturz der Taliban, dem Eintritt der Nato und die politische Mitwirkung der internationalen Staaten in Afghanistan war die Hoffnung groß, dass tatsächlich Frieden hergestellt werde. Leider müssen wir auch nach sieben Jahren feststellen, dass die bekannten Kriegsverbrecher und Krimminellen des Landes wieder Machtpositionen innehaben und vom Ausland finanziell unterstüzt werden.
Diese Gruppierungen, sowohl aus den rechten wie auch aus den linken politischen Lagern, sind immer noch an der Macht und geben mit ihren krimminellen Machenschaften dem Land keine Stabilität.
Viele Afghanen sind im Vertrauen nach der Gründung der neuen Regierung in die Heimat zurückgekehrt, in der Hoffnung beim Aufbau und Gestaltung ihrer Heimat mitzuwirken. Allerdings sind die meisten Heimkehrer getötet worden. Sie passten nicht in die krimi- nellen Strukturen der aktuellen Machthaber.
Über diese Menschen wird in den westlichen Medien mit keinem Wort berichtet.
Aus diesen Gründen ist es für die meisten Afghanen ersichtlich, dass es in Afghanistan keine stabile Regierung gibt. Unter diesen Umständen und dieser Regierung, bei steigen- der Krimminalität und Korruption, ist eine Befriedung Afghanistans unwarscheinlich.
Die Armut, Aussichtslosigkeit, Unruhe der Bevölkerung wird weiterhin wachsen. So stirbt mit jedem Tag die Hoffnung, einmal in eine freie Heimat zurückkehren zu können.