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Zum Tod von Manuel Fraga . . .
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Denkaml für die Interbrigadisten in Palafraguell
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. . . oder das letzte Fossil des Franquismus starb
Mit 89 Jahren verstarb am 15. Januar 2012 in Madrid Manuel Fraga Ibarne. Geboren unter dem Diktator Primero de Rivera, einem General, erlebte der Galicier die 2.Spanische Republik wie den von Franco angezettelten Bürgerkrieg. Als junger Jurist las Fraga den antidemokratischen Staatsrechtler Carl Schmitt. Waren es die Übernahme dieser Ansichten, die seine Karriere als Jurist unter Franco beförderte?
Für Franco war er von 1962 bis 1969 als Tourismus- und Informationsminister tätig. In dieser Funktion mußte Fraga 1966 gemeinsam mit dem US-Botschafter an der Stelle im Mittelmeer baden, wo die 4. A-Bombe im Meer vermutet wurde. An der Grenze zwischen den Provinzen Murcia und Andalusien war ein US-Atombombenflugzeug abgestürzt. Drei der Bomben wurden gefunden. Damit der Tourismus, vor allem aus der BRD weiterlief, befahl Diktator Franco das Bad seines Ministers gemeinsam mit dem US-Botschafter. War das mit ein Grund, warum die Bundesrepublik Fraga Anfang 1969 mit dem Verdienstorden mit Stern und Schulterband auszeichnete? Von 1973 bis 1975 ist Fraga Botschafter in Großbritanien und der Verteidiger und Propagandist der Franquismus hier.
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In der Regierung von Carlos Arias Novarro wird Fraga im Dezember 1975 Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident. Unter seiner Verantwortung gab es mehrere blutige Vorfälle durch die staatlichen Sicherheitskräfte. Im März 1976 wurden in Vitoria-Gasteiz fünf Arbeiter getötet und weitere einhundert verletzt. Im Mai des gleichen Jahres zwei weitere Tote. Diese Toten werden rechtsfranquistischen Kräften der Guardia Civil angelastet. Für den Personenschutz von Fraga war von 1981 bis 1984 der Exil-Argentinier Rodolfo Almirón verantwortlich. In Argentinien war der Mann der Führer der Todesschwadronen mit Namen Alianza-Anticomunista-Argentina.
Nahtlos paßte sich Fraga den neuen Bedingungen in Spanien an. Bereits 1976 gründete er die Alianza Popular aus der, nach zahlreichen Querelen 1989 die Partido Popular (PP) hervor ging. Er protegierte auch den ersten Ministerpräsidenten der PP, José María Aznar und seine zweimalige Amtszeit.
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Denkmal für die Interbrigadisten in Barcelona
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Ob er, wie eine Zeitung aus der Bundesrepublik meint, seine demokratische Gesinnung als Botschafter in London bekommen hat, ist nicht zu belegen. Vielmehr war Fraga wie ein Chamäleon, der sich geschickt jeder neuen politischen Situation anpassen konnte. Ob er jemals in seinen letzten Lebensjahren zum Demokraten wurde, daran möchte ich zweifeln. Wie zahlreiche mit ihm, die in der Franco-Diktatur Verantwortung trugen, wurde er nie vor ein Gericht gestellt. Und Zeit seines Lebens bekämpfte er Homosexuelle und Kommunisten.
Die spanischen Zeitungen, besonders die monarchistische „ABC“, aber auch „La Razón“ und „El Mundo“, veröffentlichten seitenlange Nekrologe auf den Toten. Wohl der Letzte von Francos Treuen und Überzeugungstäter ist nun für immer gegangen.
khw |
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