17.03.2011
Das Strahlenrisiko in Japan steigt dramatisch und Frau Merkel . . .

Nicht mehr das Gesetz zur Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke, beschlossen mit der CDU/CSU/FDP-Mehrheit vom Bundestag, sondern ein „Moratorium von 3 Monaten“ gilt. Danach sollen 7 AKWs, darunter Brunsbüttel, Biblis A, Neckarwestheim I, Isar I und weitere 3 für drei Monate vom Netz genommen werden. Nicht mehr ans Netz gehen soll das seit Jahren bereits abgeschaltete Pannenatomkraftwerk Krümmel.

Ihren Kurswechsel und die neue Linie begründet die Frau Bundeskanzlerin mit einem Hinweis auf das Atomdesaster in Japan, dass selbst Risiken, deren Eintreffen für unmöglich gehalten wurde, nun nicht mehr vollends unwahrscheinlich ist. Nur das hätte Frau Merkel als Dr. der Physik bereits vorher wissen müssen. Will sie nun Stefan Mappus in Baden-Württemberg sein Ministerpräsidentenamt damit retten? Es hat alles den Anschein. FDP-Mann Westerwelle sicherte das „Moratorium“ mit ab. Ob der Schnellschuß von Frau Merkel ohne Beschluß des Bundestags bestand hat, läßt derzeit der Bundestagspräsident Lammert (CDU) prüfen. In Kürze werden wir das Ergebnis wissen.

In der Nacht vom 16./17. März hat auf Beschluß der Landesregierung von Baden-Württemberg ihren Anteil am „Moratorium“ umsetzen lassen. Der landeseigne Energieversorger EnBW schaltete auf Anordnung des BW-Umweltministeriums die zwei AKWs Neckarwestheim I und Philipsburg I im Rahmen des Moratoriums für 3 Monate ab. So will der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Mappus seine Wiederwahl retten. Ob es ihm gelingt, werden wir am Abend des 27.März nach der ersten Hochrechnung von ARD und ZDF wissen.
khw