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Israels Piraterie
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| oder wer Hass sät wird Sturm ernten |
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Die Kommandoaktion des Israelischen Militärs im Internationalen Gewässer spricht Hohn und zeigt, was der Staat vom Völkerrecht hält. Wer hat die Militäroperation „Sky Winds“ befohlen? War es der Verteidigunsgminister Ehud Barak oder der ultrarechte Außenminister Avigdor Lieberman? Zum Zeitpunkt der Militäraktion befand sich der Regierungschef Benjamin Netanjahu weit ab vom Schuß, war auf Staatsbesuch in Kanada, seine Weiterreise zu Obahma nach Washington DC sagte er ab. Was vor Sonnenaufgang am 31.Mai um 4 Uhr 30 im Mittelmeer von den Israelis gegen die Solidaritätsflotte begann, ist eine Mißachtung jedes Humanismus. |
Mit 6 Schiffen sollten 10 000 Tonnen Hilfsgüter nach Gaza gebracht werden. Den Beginn des Überfalls auf den Hilfskonvoi und das Vorgehen des Militärs belegt die letzte Meldung der Organisation „Free Gaza“: „Im Dunkel der Nacht seilten sich Soldaten eines Spezialkommandos auf dem türkischen Passagierschiff „Mavi Marmara“ ab und begannen zu schießen, sobald sie an Deck waren. Sie schossen direkt in die schlafende Menschenmenge.“ Das zeigen auch türkische und arabische TV-Aufnahmen die direkt von Bord gesendet wurden. Die Fernsehbilder zeigen auch Verletzte und im O-Ton Geräusche von Schüssen. Kurz danach wurden vom Militär sämtliche Funk- und Satellitenverbindungen von und zu den Schiffen gekappt. Nun ist klar, daß nicht 9, so die Angaben der Israelis, sondern 15 der 700 Menschen an Bord der Schiffe tödlich getroffen. Muß man hier nicht deutlich sagen, sie wurden ermordet?
Damit konnte Israel nach seinem Gustos die Weltöffentlichkeit mit Informationen manipulieren. So gab es schummrige schwarz/weiß TV Aufnahmen, die zeigen, daß sich die Gaza-Aktivisten mit „Latten und Eisenstangen“ gegen die Militärs wehren. Später kommen noch Fotos und Video-Aufnahmen der „Waffen“, vom Hammer bis zur Zange, als Beweis der unfriedlichen Absichten der Solidaritätsaktivisten.
Auf einer Pressekonferenz am 1.Juni in Berlin widersprachen die an der Solidaritätsaktion für Gaza beteiligten Mitglieder der Partei DIE LINKE den israelischen Berichten über massive Gewalt gegen die Soldaten. Der frühere Abgeordnete der Linkspartei, der Jurist Norman Paech, sagte, er habe lediglich zwei bis drei Holzstöcke |
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gesehen, mit denen sich einige Aktivisten an Bord verteidigt hätten. Den Einsatz der israelischen Soldaten bezeichnete Peach als „vollkommen unverhältnismäßig“. Der 72jährige war zusammen mit den beiden Abgeordneten der Linkspartei Inge Höger und Annette Groth, dem Arzt Matthias Jochheim und Nader el Sakka von der Palästinensischen Gemeinde Deutschland am Dienstag nach Berlin zurückgekehrt. Sie wurden aus Israel ohne ihr Reisegepäck nur mit Paß ausgewiesen.
Auch der schwedische Schriftsteller Henning Mankell, ebenfalls Teilnehmer der Gaza-Hilfsaktion, wurde nach seiner Festnahme nach Schweden ausgewiesen.
Protest gegen die Piraterie Israels gab es von Barcelona bis Istanbul. Die Türkei, ehemals militärischer Verbündeter, kündigte alle Verträge auf und beorderte seinen Botschafter zurück in die Heimat.
Unterdessen hat die Gewalt auch den Gaza-Streifen selbst erneut erfaßt. Die israelische Armee tötete am 1.Juni bei zwei Angriffen fünf Palästinenser. Drei Männer wurden von einer israelischen Rakete getroffen, als sie gerade dabei waren, Raketen auf Israel abzufeuern. Zuvor hatte die israelische Armee zwei Palästinenser am Rande des Gaza-Streifens erschossen. Die Männer hatten nach Angaben eines Armeesprechers versucht, Sprengsätze am |
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Wohlbehalten zurück in Berlin: Matthias Jochheim (Ärzte gegen den Atomkrieg), Annette Groth, Norman Paech, Inge Höger, Nadar el Sakka (Palästinensische Gemeinde) |
Grenzzaun zwischen Israel und dem Gaza-Streifen zu legen. Ob das alles so den Tatsachen entspricht, muß man heute nach der jüngsten Piraterie große Zweifel haben. Herausgekommen ist nun auch wer die militärischen Übergriffe ohne Kabinettbeschluß anordnete: Ehud Barak. Der Mann ist Mitglied der Arbeitspartei. Und noch immer werden 5 Bürger der BRD, die an der Hilfsaktion teilnahmen, im Gefängnis. Ein sechster wurde inzwischen in einem Krankenhaus in Tel Aviv verletzt entdeckt.
Mit der Piraterie hat sich Israel international isoliert. Da helfen auch die Vereinigten Staaten nicht mehr.
Auch ARD und ZDF hatten keinen Raum für eine Sondersendung wie stets üblich, verwiesen nur auf ihre Internetseiten.
khw
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