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Kontraste: Detlef Schwarzer bedient Herrn Miegel
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| ARD: Im Dienste der Finanzwirtschaft |
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Sie sind schon lange nicht mehr das, was sie einmal waren, die Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Früher waren sie unbestechlich klar, unabhängig, bedingungslos orientiert am Informations- bedürfnis der Mehrheit der Bevölkerung. Heute richten sie sich nach dem gängigen Mainstream der Leitmedien wie BILD, den gleichgeschalteten Regionalzeitungen, dem Spiegel-Magazin oder Focus. Sie quatschen vieles nach, recherchieren kaum und sind bemüht, nirgends anzuecken. |
Einer dieser Protagonisten ist Detlef Schwarzer, in den 80er Jahren Pressereferent bei der Stiftung Warentest, heute Journalist beim ARD-Magazin "Kontraste". Waren seine Beiträge anfangs noch vertretbar, so sackte er dann aber nach und nach auf ein bedenkliches journalistisches Niveau. Erstmals deutlich wurde dies an seiner Berichterstattung über jüdische Probleme um die Jahrtausendwende. Es wirkte wie geschicktes Wühlen im Sumpf, als es um Differenzen des glanzvollen " Buches der Erinnerung. an die ins Baltikum deportierten deutschen, österreichischen und tschechoslowakischen Juden" von Wolfgang Scheffler und Diana Schulle ging, als er versuchte in voyeuristischer Manier die Differenzen mit jüdischen Überlebenden in den Focus zu stellen. Auch bei den mainstream-geprägten Stasi-Kampagnen gegen Gregor Gysy mischte er mit, fing sich aber eine einstweilige richterliche Verbotsverfügung ein. Gelernt hat er offensichtlich nicht.
"Bisher hatte ich geglaubt," so der Herausgeber der Nachdenkseiten Albert Müller, "der Wahnsinn finde irgendwo eine Grenze. Es stimmt nicht. Gestern lief im ARD Magazin Kontraste ein Beitrag, der das Maß zugleich an Ignoranz wie auch an faktischer Manipulation noch einmal steigerte. Der Titel `Wachstum ade – Wo und wie muss Deutschland sparen?` lässt ahnen, wohin der Hase läuft: Propaganda für die weitere Verarmung des Staates und des Volkes gepaart mit der Ignoranz für die Gefahr verstärkter Arbeitslosigkeit und Deflation."
Detlef Schwarzer war verantwortlich dafür, dass Meinhard Miegel, ein sogenannter Wissenschaftler, Gelegenheit erhielt, seinen neoliberalen Unsinn zu verbreiten.


Bildschirmfoto von der ARD-Sendung vom 27. Mai
Dem ist nichts hinzuzufügen. Da Miegels Rolle seit Jahren bekannt ist, wissen ARD/RBB in der Person des Autors Schwarzer auch, wem hier ein Podium für inhumane und neoliberale Positionen geboten wird. Dafür auch noch Gebühren zahlen zu müssen, ist eigentlich eine pure Zumutung. |
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Dazu folgender Brief eines Zuschauers:
Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,
in Ihrem “Kontraste” Beitrag wird Herrn Meinhard Miegel großer Raum zu Verbreitung einiger fragwürdiger Theorien zu Staatsverschuldung und Sozial- bzw. Lohnkürzungen eingeräumt. Herr Miegel ist zunächst mal Jurist. Seine sozialwissenschaftliche Karriere verdankt er keiner eigenen Forschung, sondern dem Einfluss der Politik. So ist er denn auch kein ordentlicher Professor, sondern Außerordentlicher. Er war und ist ausnahmslos in Instituten tätig, die von privaten Geldgebern finanziert werden: beispielsweise Deutsche Bank und Axa-Versicherung, in deren Aufsichtsrat er auch sitzt. Er arbeitet weiterhin in Vereinen oder Konventen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Interessen der Finanzwirtschaft bspw. die private Altersversorgung unter dem Tarnmäntelchen einer “Bürgerinitiative” unter das Volk zu bringen. Wenn er bei Ihnen so vehement beklagen darf, dass “wir” über unsere Verhältnisse gelebt haben, dann geht es vor allem um Leute wie ihn. Er sorgt sich um die großen Geldvermögen und deren Heranziehung zur Krisenbewältigung. Deren Inhaber haben tatsächlich von den Boomjahren insbesondere an den Börsen profitiert.
Unsere gigantischen Staatsschulden sind ein Ergebnis von Steuergeschenken für Besserverdienende, Unternehmen und von Hilfspaketen für Banken. Herr Miegel rechnet fest mit sozialen Unruhen infolge von Sozial- und Lohnkürzungen, die er für unausweichlich hält, im Gegensatz zur finanziellen Beteiligung seiner privatwirtschaftlichen Auftraggeber. Wenn er dann gleichzeitig auch noch eine Konjunkturförderung anprangern darf, die mit vergleichsweise bescheidenen Mittel für eine fragile Stabilität der Konjunktur sorgt, dann wird ihr Bericht vollends unsachlich, propagandistisch und letztlich unverantwortlich. Daneben treibt es mir den Zorn auf die Stirn, wenn ein Banken- und Versicherungslobbyist seine Propaganda der sozialen Spaltung mit Hilfe von öffentlich-rechtlichen Zwangsbeiträgen den Opfern der Finanzwirtschaft nahe bringen darf.
Mit freundlichen Grüßen
Mario Simeunovic |
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