13.03.2010
Der Abrüstungsminister
Der CSU-Bundesverteidigungsminister sortiert den nächsten General aus

Der bayerische Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat schon wieder einen General in die Wüste geschickt. Erfolgte seine Trennung weil General mit einem Schreiben Guttenberg unbequeme, damit mißliebige Fragen gestellt hat?

Bisher waren vorzeitige Entlassungen aus Spitzenpositionen von Führungskräften aus Ministerien sehr selten hierzulande. Das ist nun mit der schwarz/gelben Koalition in der Republik anders geworden. Im Verteidigungsministerium das der CSU-Baron führt häufen sich diese Vorgänge. Am 12.März wurde die News bekannt, Guttenberg hat den Brigadegeneral Henning Hars (54)
ohne Angaben von Gründen gefeuert. Im Bundeswehrjargon heißt gemildert: „...in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.“

Nach der Entlassung von Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und dem Staatssekretär Peter Wiehert vor dem Hintergrund des Kundus-Skandals ist es Hars der Dritte, dem der Bannstrahl Gutenbergs trifft. Glaubt man die Informationen der Berliner Zeitung „Tagesspiegel“ ist auch dieser „vorzeitige Abschied“ in dem Kundus-Fall einzuordnen. Der Mann hat unter dem SPD-Kanzler Gerhard Schröder in dessen amt gearbeitet, war hier Gruppenleiter. Damit hat er eine steile Karriere gemacht und genießt nicht nur in der Truppe einen guten Ruf. Dem CSU-Mann Guttenberg habe er einen Brief und unbequemen Fragen zur Entlassung Schneidernhans gestellt. Dabei ging es auch nach der Bewertung des umstrittenen Luftangriffs der erste als "militärisch angemessen", später als die Details bekannt wurden, als nun "militärisch unangemessen" bezeichnet wird.


Der gefeuerte General ist promovierter Philologe und Vater von sieben Kindern. Bei der Bundeswehr ist er seit 1974. Der Mann war unter anderem eine Zeitlang Sekretär der Weizsäcker-Kommission. Danach wurde Hars höchster Militärvertreter unter Schröder im Kanzleramt. In der schwarz/roten Koalition wurde er Verteidigungsattache in Washington. In den nächsten Jahren war der Mann für die Führung der Kfor-Truppen im Kosovo vorgesehen. Nach dieser Aufgabe sollte er später Direktor für Lehre an der Führungsakademie der Bundeswehr werden.

Bleibt der Baron aus Bayern weiterhin so bei seinem zügigen feuern von Generälen der Bundeswehr, kommt schnell das Ende der BRD in der NATO. Endlich wären wir ein Land von dem keine Bedrohung mehr ausgeht.
khw