10.03.2010
Sonderabgabe für Banken
Die Täter begünstigen, die Opfer bestrafen

Tja, so ist es in der Politik. Diejenigen, die im Kapitalismus mit Arbeitslosigkeit bestraft und zu Hartz-IV-Opfern degradiert werden, ohne hieran Schuld zu tragen, werden von CDU und FDP beschimpft und weiter drangsaliert.

Diejenigen dagegen, die die Krisen und die Arbeitslosigkeit verursacht haben, werden mit großer Fürsorge bedacht.

Nachdem die CSU die Idee verbreitete, die Bankenbranche (mit gerade einmal) 0,1% ihrer
Bilanzsumme an den verursachten Finanz-Schäden zu beteiligen, wurde es erneut deutlich, wer in der Politik, dank der umfassenden Parteispenden, mit den Ackermännern und Banken-Oligarchen besonders kuschelig verbandelt ist.


Auch die SPD kneift die Hinterbacken zusammen: Sie sieht juristische Probleme: Eine Bankenabgabe würde eine einzelne Branche belasten und müsse deshalb verfassungsrechtlich geprüft werden, sagte die Finanzexpertin der SPD-Bundestagsfraktion, Nicolette Kressl, dem SWR. Rechtlich sicherer und politisch zielführender sei eine Steuer auf Finanztransaktionen. Denn mit dieser Steuer werde jedes einzelne Spekulationsgeschäft belastet.

Auf die Idee zu kommen, beide Möglichkeiten auszuschöpfen, sehen die Genossen wieder einmal nicht.

Also wird alles beim Alten bleiben: Die Banken zahlen weiterhin dicke Parteispenden und die Ackermänner machen, was sie wollen. Geschäftsrisiken werden ggf. wieder auf die Steuerzahler abgewälzt.