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Ehrenmänner unter sich |
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| Kohl erhält erneut eine Million |
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Helmut Kohl erhält den „Roland-Berger-Preis für Menschenwürde 2010“. Der Altbundeskanzler habe sich um die Würde des Menschen, die Freiheit und um die Menschenrechte verdient gemacht, sagte Unternehmens- und Politikberater Roland Berger zur Begründung am Donnerstag in Berlin. Berger nannte Kohl einen herausragenden Staatsmann, mit Weitsicht und Durchsetzungskraft.
Wie es sich unter Freunden gehört, wird Bundespräsident Köhler die Million in einem dezenten Koffer an den Menschenfreund Kohl überreichen. Der Preis wird auch im Namen eines privaten |
Steuersparmodells überreicht, das heute euphemistisch Stiftung genannt wird. Dass der geehrte Preisträger ein Politiker ist, der demokratische Regeln mit Füßen getreten hat, indem er schon einmal Millionen annahm, ohne die Spender zu nennen, daran erinnern heute nur noch Miesmacher und Kommunisten. Ehrenwert und späte Genugtuung ist, dass jetzt immerhin der Gönner bekannt ist.
Roland Berger (Gast bei der Ackermann-Geburtstagsfete in Merkels Kanzleramt) gründete die nach ihm benannte Stiftung im März 2008 mit einem Stiftungskapital von 50 Millionen Euro aus seinem persönlichen Vermögen. Der von der Stiftung jährlich vergebene Preis ist mit einer Million Euro datiert.
Über die Vergabe entscheidet ein Komitee, dem u.a. die Schauspielerin Maria Furtwängler (Freundin von der Drehbuch-Spezialistin Doris Heinze), sowie der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Grüne) angehören.
Bedauerlich: Mafiosis haben wenigstens noch einen Ehrenkodex: Sie ehren ihre Mitglieder in aller Stille.
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