06.10.2009

Tagesschau macht Wahlkampf

Wie die LINKE ausgeblendet wird


Garniert wurde diese Nachricht mit dem Hinweis, dass Grüne und SPD den Neubau von weiteren Atomkraftwerken ablehne. Zu Wort kamen Gabriel und Özdemir.

Kein Wort über die LINKE. Für unvoreingenommene Zuschauer unverständlich, da auch sie eine klare Anti-Atomkraft-Politik verfolgt und vor der Tagesschau-Bericherstattung in einer Presserklärung ihres Experten Kurt Hill eine entsprechende Stellungnahme zu dem Gutachten abgegeben hatte. Mehr noch: Schon vor einem Jahr hatte die Linksfraktion darauf aufmerksam gemacht, dass seit acht Jahren Forschungsmittel des Bundes nach Frankreich fließen, um die Eignung von Tongestein zur Einlagerung von Atommüll zu untersuchen."


"Tatsächlich aber - da haben Sie Recht - ist dies in dieser Tageschau-Ausgabe nicht erwähnt worden. Dies bedeutet allerdings keine Unterdrückung der Position der Linken. Denn es ist nicht möglich, in jeder Sendung die Position aller Parteien zu referieren. An dieser Stelle haben wir SPD und Grüne pars pro toto erwähnt für die breite Bewegung gegen neue Atomkraftwerke."Diese unprofessionelle Gewichtung von Nachrichten und das widersprüchliche Argumentationmuster des Chefs der Redaktion geben zu denken. Bei der Tagesschau soll es sich immerhin um das "Flaggschiff der ARD" handeln. Wir fragen uns, wie löchrig müssen da die Rettungsboote sein.Nachtrag: In den "Tagesthemen" um 23 Uhr gab es über den Vorgang keinen Beitrag, stattdessen wurde u.a. über Marco und die von einem türkischen Gericht verhängte Bewährungsstrafe berichtet.

Im Nachtmagazin um 00.50 Uhr ging es dann noch einmal um neue Atomkraftwerke, diesmal kam aber nur Gabriel zu Wort, neben der Linken blieb auch Özdemir ausgeblendet: Nur noch SPD pars pro toto.