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Die Ackermänner, die Kanzlerin und die SPD |
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| Immer zu Diensten |
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Am 3.12. 07 warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Debatte über die Höhe von Managergehältern vor Maßlosigkeit und sozialer Ungerechtigkeit.
Dass sie dabei den Bankenchef Ackermann im Auge hatte, ist wenig wahrscheinlich, denn der hatte ein Jahreseinkommen von gerade einmal 14 Mio Euro, relativ wenig im Vergleich zu Managergehältern anderer Wirtschaftsbosse. Wollte Frau Merkel ihn wegen dieser Unterbezah- lung trösten, als sie ihn im Frühjahr vorigen Jahres zu einer Party ins Kanzleramt einlud? |
Ackermann wird es am besten wissen. Wörtlich: “Sie (Anm.: Angela Merkel) hat mir damals gesagt, sie würde gerne etwas für mich tun. Ich solle doch einmal etwa 30 Freunde und Freundinnen einladen aus Deutschland und der Welt, mit denen ich gerne einen Abend zusammen sein würde im Kanzleramt. Und ich muss ihnen sagen, es war ein wunderschöner Abend.”
Aus der Wirtschaft kamen neben Ackermann und seiner Frau die Chefs der Chemie-Konzerne BASF und Bayer, oberster Boss des Springer-Verlages, Unternehmensberater Roland Berger, der Siemens-Aufsichtsratsvorsitzende sowie die Konzernerbin Maria-Elisabeth Schaeffler und die Milliardärin Friede Springer, eine Busenfreundin unserer Kanzlerin. Aus dem Medienbereich erschien Frank Elstner, aus der Politik ein paar CDU-Vetraute.
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Der Skandal schien perfekt. Die SPD witterte Wahlkampfvorteile. Ausgerechnet Johannes Kahrs aus Hamburg plusterte sich auf, er vermutete ein rauschendes Fest auf Kosten der Steuerzahler, “wir sind doch keine Bananenrepublik”, mäkelte er. Ob er sich da nicht irrt? Dem SPD-Genossen selbst war kürzlich noch vorgeworfen worden, von der Rüstungslobby Riesen-Spenden angenommen zu haben. Natürlich bringt es wenig, sich wegen der Kröten für das Dinner zu Ehren des Herrn Ackermann und seines Macht- und Geldklüngels aufzuregen. Nein, der Skandal besteht darin, dass Kanzlerin Merkel nach außen – für das gemeine Volk – so tut, als sei ihr die Manager und Abzock-Clique anrüchig und suspekt, während sie aber in Wahrheit dieser Truppe in den Hintern kriecht. |
Darauf verstand sich übrigens bereits ihr Vorgänger Gerhard Schröder. Der war mit einem der Merkel-Gäste, Roland Berger, gut verbandelt, keineswegs zugunsten der Hartz IV-Empfänger. Auch bei ihm gab es ähnliche Treffen. Aber damals vernahm man keine Aufregung in der SPD. Nach dem Grundsatz: Immer, wie man es gerade braucht.
Eine Bemerkung am Rande. DIE LINKE berichtete bereits im Frühjahr über das Dinner. Damals gab es keine Schlagzeilen. Weil die Information von der LINKEN kam.

