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Sylter Gesellschaftsspiele |
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| Polo ist keine Turniersportart für Lohnabhängige |
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Seit Jahren spielt der Mannschaftssport Polo im Sommer auf der vom Sturm umtobten Nordseeinsel Sylt ein Turnier aus.
Zum Reiterquartett einer Mannschaft werden argentinische Pampapferde - davon jeweils 4 kleine Rösser je Reiter – benötigt. Nach Formel I Zirkus ist Polo die zweitteuerste Luxussportart. |
Für vier der argentinischen Pferde werden häufig 200.000 Euro und mehr auf den Tisch gelegt. Und um mit Stil den Sport zu pflegen, ist stets ein Stallknecht aus Lateinamerika dabei. Ein argentinischer Pferdeflüsterer ist somit von Nöten. Keines der Turniere auf dem europäischen Kontinent, auch nicht hierzulande, ist ohne zahlungskräftige Sponsoren aus der Welt der Banken oder Autoindustrie möglich. Ein Hamburger Polo-Sponsor, 2008 noch dabei, konnte jetzt keine Euros mehr spenden. Durch die Schifffahrtkrise, da nichts mehr geht im Anlagengeschäft geht, kam das Sponsoren aus.
Die 12.Auflage der Sylter German Polo-Masters meinte es am Finaltag mit Pferden, Reitern und Besuchern nicht gut. Ein Regenschauer nach dem anderen ging auf sie nieder. Am Ende des Turniers hatten die vier Spieler des Teams des Hauptsponsors die Nase vorn. Es waren Spieler der Bank Sal. Oppenheim, die sich den gleichnamigen Gold-Cup des Bankhauses sicherten.
| Schade, daß die Banker von Sal. Oppenheim, einer der Hauptak- tionäre des sich in Schieflage befindenden Kaufhauskonzerns Arcandor (Karstadt, Quelle und Schickedanz), zum Überleben der Warenhauskette keine Euros bereitstellt. |
Welche Meinung haben die Lohnabhängigen von Karstadt/Quelle/Schickedanz, daß die Bank statt Arbeitsplätze zu retten ihre Euros als Sponsor für die Schicken und Reichen auf Sylt einsetzt.
Karl-H. Walloch
