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Medienstadt Hamburg
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| Hamburger Zeitungsverlage passen sich an |
Die Zeitungsverlage der Stadt werden derzeit dem „Wettbewerb angepaßt“. Das verkünden seit Wochen die Verleger. Für die Redaktionen heißt das stets Entlassungen. Wie das geht machte der Zeitschriftenverlag der Bertelsmann-Gruppe Gruner+Jahr (G+J) der Branche vor.
Um Personalkosten zu sparen, auch um effizient die Arbeitskraft zu nutzen – um sie besser auszubeuten – wurden drei getrennt arbeitende Redaktionen der Wirtschaftspresse des Verlages |
G+J in einem Großraumbüro in Hamburg zu einer zusammengelegt.
| Betroffen von dieser Maßnahme waren die Titel „Capital“, „Impulse“ und „Börse online“. So will der Konzern sparen, da ihm nicht nur bei den Printmedien die Werbeeinnahmen wegbrechen. |
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Auch der hauseigene TV-Sender RTL erzielt durch die derzeitige Werbeflaute keine Gewinne. Dafür mußten Redakteure der 3 Wirtschaftsmagazine gehen.
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Anders die Arbeitsplatzvernichtung beim Springer-Verlag in der Hansestadt. Als erstes zog 2008 die Zentralredaktion BILD von Hamburg nach Berlin um. Dadurch gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren.
Trotz überdurchschnittlicher Rendite des Verlages kam es vor kurzem beim Hamburger Abendblatt des Springer Verlages zu Kündigungen. Mit E-Mail wurden die Betroffenen zu einem Gespräch mit Chefredakteur Claus Strunz gebeten. Der Verkündete ohne Schnörkel das sie nicht mehr gebraucht werden und nach Mitnahme der persönlichen Dingen das Haus sofort zu verlassen haben. Unter den über 30 Gekündigten sind zum Teil Redaktionsmitarbeiter |
und Redakteure, die über 30 Jahre für das Hamburger Abendblatt gearbeitet haben. Betroffen von dieser unsozialen Härte ist auch eine Schwerbehinderte für die es, so Chefredakteur Strunz, keinen Schutz gibt.
Ein wohl vorerst letztes Kapitel schreibt derzeit die Deutsche Presse Agentur (dpa). Die genossenschaftlich organisierte Presseagentur der Medien hat seit 60 Jahren ihren Sitz in der Hansestadt. Nun soll dieser von der Elbe an die Spree verlegt werden. Nicht alle Mitarbeiter werden den Standort wechseln und mit nach Berlin ziehen. So können auch Arbeitsplätze eingespart werden. |
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Was Verleger von Gewerkschaften halten, sagte jüngst in einem Interview Heinz Bauer. Auf die Feststellung dass er bis heute die Vorsitzende des Betriebsrates noch nicht empfangen hat, gab es die knappe Antwort: „Ich wüßte auch nicht, worüber ich ein konstruktives Gespräch mit ihr führen sollte.“ |
| Das erst letzte Kapitel schreibt der Jahreszeiten-Verlag in Hamburg. Der Zeitschriftenverlag, Herausgeber der Titel u.a. „Für Sie“ und „Der Feinschmecker“, führt für seine rund 500 Mitarbeiter ab 1.August Kurzarbeit ein. Hintergrund ist der große Schwund im Anzeigengeschäft. Was der wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung trägt wird in den Geldbörsen der Lohnabhängigen Löcher reißen. Frage ist: wieso stimmt ein Betriebsrat dieser „Betriebsvereinbarung Kurzarbeit“ zu. |
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Keine Angaben gibt es bisher, ob von diesem Abkommen die Redaktionen betroffen sind.
Heinz Burger |