02.05.2009

1. Mai in Uelzen

DGB: „Arbeit für alle, bei fairem Lohn“

„Arbeit für alle, bei fairem Lohn“ hieß das Motto des DGB zum diesjährigen 1. Mai.

Bei strahlendem Sonnenschein kamen einige hundert Kundgebungsteilnehmer auf den Herzogenplatz, um am Tag der Arbeit für bessere soziale Bedingungen zu demonstrieren.

GEW, Ver.di, BSE, IG Metall, IG BAU und die Arbeiterwohlfahrt waren mit ihren Info-Ständen vertreten.


Für Live Musik sorgten Rod C. und die junge Band „Vision and Chain Reaction“.

Als Hauptredner war Johannes Jakob vom DGB-Bundesvorstand aus Berlin angereist, er ist Arbeitsmarkt-Experte im Vorstandsbereich von Amelie Buntenbach.

In seiner Ansprache verwies er auf das 60-jährige erfolgreiche Wirken des DGB, der mit seinen Millionen Mitgliedern in den Einzelgewerkschaften maßgeblich zur ständigen Verbesserung der sozialen Situation der Menschen in der Bundesrepublik beigetragen hat.

Dass heute viele Errungenschaften gefährdet sind, führt er auf die zügellose Gier von Managern und Turbo-Kapitalisten zurück, die eine entsprechende Unterstützung in der Politik und den Parlamenten fand.

Nicht absehbar sei derzeit, wie stark die Krise die Beschäftigten treffen werde, mit Sicherheit würden es aber zunächst die Leiharbeitnehmer, Teilzeitbeschäftigten und Fristverträgler Opfer sein.

Unvertretbar sei, dass die Verursacher der Krise mit Millionen-Boni abgefunden würden und sich keiner Rechenschaft unterziehen müssten, während eine Vielzahl von Beschäftigten die Fehler der Manager nun mit Arbeitslosigkeit und Lohnverzicht zu bezahlen hätten. Er forderte als Konsequenz der Entwicklung eine „Renaissance der sozialen Marktwirtschaft“.

Wichtigstes Ziel des DGB und seiner acht Mitgliedsgewerk- schaften sei derzeit der Kampf um Mindestlöhne. Mit ihm soll erreicht werden, dass eine Verarmung von Millionen Beschäftigten ausgeschlossen wird.