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Vor 64 Jahren
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| Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz |
Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden. Auschwitz ist Ausdruck des Rassenwahns und das Kainsmal der deutschen Geschichte. Heute jährt sich zum 64. Mal sich die Befreiung des "Konzentrationslagers" Auschwitz durch die Rote Armee.
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin befreit. Die Rote Armee fand in dem evakuierten Komplex noch 7.600 Überlebende und 650 Leichen vor. In den Magazinen fanden die Befreier 370.000 Herrenanzüge, 837.000 Damenmäntel und -kleider, 44.000 Paar Schuhe, 14.000 Teppiche und 7,7 Tonnen menschliches Haar.
Insgesamt wurden in Auschwitz von Anfang 1942 bis Ende 1944 schätzungsweise über eine Million Menschen umgebracht, darunter hauptsächlich Juden sowie viele tausend Sinti, Roma, Polen und Kriegsgefangene, grausam und fabrikmäßig vernichtet durch Arbeit, |
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Hunger, Menschenversuche und vor allem durch das Giftgas Zyklon B.
Die Verbrechen der Nazi-Zeit blieben nach 1945 in der Bundesrepublik weitgehend ungesühnt.
Erst am 20. Dezember 1963 wurde im Plenarsaal des Frankfurter Stadtparlaments der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess gegen 22 Angeklagte eröffnet. Das Verfahren endete im August 1965 mit der Urteilsverkündung im Bürgerhaus Gallus. Sechs Angeklagte erhalten eine lebenslange Haftstrafe, elf werden zu Zuchthausstrafen zwischen drei und 14 Jahren verurteilt, drei Angeklagte freigesprochen. Angeklagt waren nicht die geistigen Drahtzieher und Mittäter der Morde, angeklagt waren lediglich die unmittelbaren Mörder.
Mit immer wieder neuen juristischen Tricks gelang es den inzwischen in der Nachkriegsjustiz - bis hinauf zum Bundesgerichtshof - untergekommen Nazi-Juristen, unzählige Täter zu schonen und der verdienten Strafe zu entziehen. Von den rechtskräftig verurteilten 6497 Angeklagten in Verfahren gegen NS-Gewaltverbrecher sind nach einer Statistik der Ludwigsburger Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen lediglich 166 zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die im Dienst des Reichssicherheitshauptamts stehenden Einsatzgruppen-Täter galten zu über 90 Prozent als bloße Gehilfen: Sie hatten angeblich keine eigene, sondern eine fremde Tat begangen. Ihre Taten blieben weitgehend ungesühnt.
Auch sonst unterließen Öffentlichkeit und politische Repräsentanten unter maßgeblicher Führung der CDU eine konsequente Aufarbeitung der NS-Geschichte. Die Folgewirkungen sind noch heute spürbar: |
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Jeder fünfte Deutsche ist latent antisemitisch.
Dies war das erschreckende Ergebnis einer Forsa-Studie im Auftrag des „Stern“ im November 2003.
Befragt wurden 1301 Bundesbürger. Wie aus der Studie hervorgeht, meinen 16 Prozent aller Bundesbürger, die Juden hätten in der Vergangenheit nicht mehr durchgemacht als andere auch.
Ferner stimmen 61 Prozent (1998: 63 Prozent) der Auffassung zu, dass 58 Jahre nach Kriegsende nicht mehr so viel über die |
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Judenverfolgung geredet, sondern endlich ein Schlussstrich unter die Vergangenheit gezogen worden sollte.
Der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 wurde 1996 offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.
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