24.02.2009

Gentechnik-Pflanze Mais MON810


Der Anbau ist umstritten, da die Pflanzen permanent Gifte abgeben. Durch die Verfütterung landet der Mais als Käse, Milch, Eier und Fleisch auf unseren Tellern. Die Auswirkungen auf unsere Gesundheit sind bisher weitgehend unerforscht.

Frankreich und Griechenland haben den Anbau von MON810 inzwischen verboten. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner hat ein Verbot in Aussicht gestellt. Es bleibt abzuwarten, ob ihre Äußerungen tatsächlich ernstzunehmen sind oder ob es sich um ein taktisches Ablenkungsmanöver handelt.

Im Niedersächsischen Landtag begrüßte die Fraktion der LINKEN die Ankündigung von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner, ein Anbauverbot der Gen-Pflanze prüfen zu wollen sowie auch die positive Reaktion von Bundesumweltminister Gabriel dazu.

„Wir fordern den Niedersächsischen Umweltminister Sander auf, es seinem Bayerischen Amtskollegen Söder gleichzutun und dem entsprechend für ein gentechnikfreies Niedersachsen einzutreten,“ sagten Marianne König, agrarpolitische Sprecherin und Kurt Herzog, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion.

Sander müsse insbesondere dort, wo er direkten Einfluss habe, sofort handeln, fordern Herzog und König. „Im Biospärenreservat Elbtalaue droht in diesem Frühjahr wiederum der Anbau von Genmais.

Der Beirat des Biosphärenreservats arbeitet gerade an einem Genmais ablehnenden Beschluss, den kann auch Sander nicht ignorieren.“ Herzog erinnert daran, dass im letzten Jahr Anti-Genmais-Aktivisten zusammen mit Bauern aus der Region dort den Anbau erfolgreich verhindert hätten.